Peppol (kurz für Pan-European Public Procurement Online) ist eine standardisierte Infrastruktur für den sicheren und einheitlichen Austausch elektronischer Dokumente im E-Procurement – vorwiegend von E-Rechnungen.
- Für den Versand über Peppol werden strukturierte E-Rechnungen im XML-Format nach dem Standard Peppol BIS Billing 3.0 erstellt. Der Standard unterstützt die EU-Norm EN 16931 für elektronische Rechnungen. Dadurch lassen sich E-Rechnungen softwareunabhängig automatisiert übermitteln und verarbeiten.
- Hinter Peppol steht die internationale Non-Profit-Organisation OpenPeppol. Die Initiative entwickelt die technischen Standards kontinuierlich weiter und koordiniert die Zusammenarbeit der nationalen Peppol-Behörden.
- In Österreich besteht keine allgemeine Pflicht, Peppol zu nutzen. Allerdings schreiben einzelne Behörden und Geschäftspartner den jeweiligen Übermittlungsweg vor. In mehreren europäischen Ländern ist der Versand elektronischer Rechnungen über Peppol bereits vorgeschrieben.
- Seit der Umbenennung von PEPPOL in Peppol im Jahr 2019 steht nicht mehr ausschließlich der europäische Markt, sondern der internationale Einsatz im Fokus. Heute wird das Netzwerk von Unternehmen weltweit genutzt und hat sich zu einem der wichtigsten Übertragungswege für E-Rechnungen entwickelt.