Wer EDI im eigenen Unternehmen einführen möchte, sollte zunächst klären, welche Geschäftsprozesse automatisiert werden sollen. Dabei sollten Unternehmen auch prüfen, welche Ressourcen für die Einführung zur Verfügung stehen und welche bestehenden Systeme und Prozesse angepasst werden müssen.
Vor der technischen Umsetzung sind vor allem diese Fragen wichtig:
- Welche Geschäftsdokumente sollen ausgetauscht werden? Beispielsweise Rechnungen, Bestellungen oder Lieferscheine.
- Welche Daten sollen übertragen werden? Dazu gehören etwa Kunden-, Lieferanten-, Rechnungs- oder Zahlungsdaten.
- Sollen Daten nur versendet oder auch empfangen werden?
- Welche Systeme sollen miteinander verbunden werden? Zum Beispiel ERP-, Warenwirtschafts- oder Buchhaltungssysteme.
- Welche Standards und Formate verwenden die Geschäftspartner? Je nach Partner können unterschiedliche EDI-Standards und Datenformate zum Einsatz kommen.
- Wie werden die Daten geschützt und überwacht? Sicherheit, Datenschutz und eine zuverlässige Überwachung der Übertragung sollten von Anfang an berücksichtigt werden.
- Sind die Stammdaten vollständig und korrekt? Kunden-, Lieferanten- und Rechnungsdaten sollten vollständig und korrekt vorliegen, damit die automatisierte Verarbeitung zuverlässig funktioniert und möglichst wenige manuelle Eingriffe erforderlich sind.
Praxistipp: EDI muss nicht für alle Geschäftsprozesse gleichzeitig eingeführt werden. Unternehmen können zunächst einzelne Prozesse wie Bestellungen, Lieferscheine oder Rechnungen automatisieren und die Lösung anschließend um weitere Geschäftspartner oder Dokumentenarten erweitern. Klar definierte Anforderungen und Zuständigkeiten erleichtern die Integration in bestehende Prozesse.