Anlagendeckungsgrad 1 ⇒ einfach erklärt

Der Anlagendeckungsgrad 1 zeigt, wie viel des langfristigen Anlagevermögens eines Unternehmens durch Eigenkapital finanziert ist. Er ist eine zentrale Kennzahl der Bilanzanalyse und dient als Indikator für die finanzielle Stabilität, die Finanzierungsstruktur und die Eigenfinanzierungskraft von Unternehmen. Damit zählt der Deckungsgrad 1 zu den wichtigsten Bilanzkennzahlen im Rechnungswesen und bei der Unternehmensbewertung.

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Anlagendeckungsgrad 1 – Auf einen Blick

Die 5 wichtigsten Fragen und Antworten zum Anlagendeckungsgrad 1

Was ist der Anlagendeckungsgrad 1?

Der Anlagendeckungsgrad 1 (auch Deckungsgrad I, Anlagedeckung 1 oder Deckungsgrad A genannt) zeigt das Verhältnis von Eigenkapital zum Anlagevermögen eines Unternehmens.

Welche Funktion hat der Deckungsgrad 1?

Die Kennzahl dient zur Beurteilung der finanziellen Stabilität eines Unternehmens und zeigt, ob das Anlagevermögen im Sinne der Bilanzregel fristenkongruent finanziert ist.

Welche Bedeutung hat das Ergebnis des Anlagendeckungsgrades 1?

  • Ein hoher Anlagendeckungsgrad 1 bedeutet, dass ein großer Anteil des Anlagevermögens durch Eigenkapital gedeckt ist.

  • Ein niedriger Wert zeigt eine stärkere Abhängigkeit von Fremdkapital und damit ein höheres Finanzierungsrisiko.

Wie lautet die Formel zur Berechnung?

Anlagendeckungsgrad 1 = (Eigenkapital ÷ Anlagevermögen) × 100

Worin unterscheiden sich Anlagendeckungsgrad 1 und Anlagendeckungsgrad 2?

  • Im Unterschied zum Anlagendeckungsgrad 2 berücksichtigt der Anlagendeckungsgrad 1 ausschließlich das Eigenkapital.

  • Der Deckungsgrad II bezieht zusätzlich langfristiges Fremdkapital ein und zeigt eine umfassendere Anlagendeckung.

Anlagendeckungsgrad 1

Der Anlagendeckungsgrad 1 ist eine Kennzahl der Bilanzanalyse, die das Verhältnis von Eigenkapital zu Anlagevermögen eines Unternehmens darstellt. Er zeigt, wie viele der langfristig gebundenen Vermögenswerte durch eigene Mittel gedeckt sind. Als Indikator für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens liefert der Deckungsgrad 1 wertvolle Hinweise auf die Struktur der Finanzierung und die Eigenfinanzierungskraft.

Definition: Was ist der Anlagendeckungsgrad 1?

  • Definition: Kennzahl der Bilanzanalyse, die zeigt, wie viel Prozent des Anlagevermögens eines Unternehmens durch Eigenkapital finanziert ist.

  • Bedeutung: Gibt an, welcher Anteil des langfristig gebundenen Anlagevermögens mit Eigenkapital gedeckt wird.

  • Funktion: Hilft, die Unabhängigkeit von kurzfristigen Finanzierungen einzuschätzen, die Bonität zu beurteilen und das Risiko von Liquiditätsengpässen zu reduzieren.

Der Anlagendeckungsgrad 1, auch als Deckungsgrad 1 oder Anlagedeckungsgrad I bezeichnet, ist ein Kontrollinstrument, dessen Inhalt die Überlegung ist, ob der Bestand des Anlagevermögens durch Eigenkapital gedeckt ist und betrifft die Themen Finanzierung und finanzielle Stabilität eines Unternehmens.

Er beschreibt das Verhältnis von Eigenkapital zum Anlagevermögen eines Unternehmens und zeigt, welcher Anteil der langfristig gebundenen Vermögenswerte durch Eigenmittel finanziert ist. Der Deckungsgrad 1 dient damit als Indikator für die finanzielle Stabilität und die Finanzierungsstruktur.

  • Zum Anlagevermögen zählen gemäß § 224 Abs. 2 UGB langfristig gebundene Vermögensgegenstände wie Maschinen, Gebäude, technische Anlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Der Anlagendeckungsgrad 1 zeigt, ob das Anlagevermögen solide durch Eigenkapital gedeckt ist und das Unternehmen unabhängig von kurzfristigem Fremdkapital agieren kann. Eine ausreichende Anlagendeckung stärkt die Bonität gegenüber Banken und Investoren und reduziert das Risiko von Liquiditätsengpässen.

Anlagendeckungsgrad 1: Formel und Berechnung

  • Formel: Anlagendeckungsgrad 1 = Eigenkapital ÷ Anlagevermögen × 100 

  • Bilanzwerte: Eigenkapital und langfristig gebundenes Anlagevermögen eines Unternehmens.

  • Ergebnisinterpretation: Zeigt das Verhältnis von Eigenkapital zu Anlagevermögen; ein hoher Wert weist auf finanzielle Stabilität und Eigenfinanzierungskraft hin, ein niedriger Wert auf Abhängigkeit von Fremdkapital.

Der Anlagendeckungsgrad 1 zeigt, wie gut das Anlagevermögen eines Unternehmens durch Eigenkapital gedeckt ist. Um diesen Wert zu ermitteln, wird das Verhältnis zwischen Eigenkapital und Anlagevermögen berechnet.

  • Formel: Anlagendeckungsgrad 1 = Eigenkapital ÷ Anlagevermögen × 100 

Bei der Berechnung werden folgende Bilanzwerte herangezogen:

  • Eigenkapital: Das vom Eigentümer bereitgestellte Kapital, das dem Unternehmen dauerhaft zur Verfügung steht.

  • Anlagevermögen: Alle langfristig gebundenen Vermögenswerte, wie Maschinen, Gebäude, technische Anlagen oder immaterielle Vermögensgegenstände.

Anlagendeckungsgrad 1: Beispiel 1

Unternehmen 1 hat folgende Bilanzwerte:

  • Anlagevermögen: 1.000.000 €

  • Eigenkapital: 600.000 €

Berechnung: 600.000 ÷ 1.000.000 × 100  = 60 %

Bei einem Anlagendeckungsgrad 1 von 60 % sind 60 % des langfristig gebundenen Vermögens durch Eigenkapital finanziert, während die restlichen 40 % durch Fremdkapital gedeckt werden. Dies zeigt, dass das Unternehmen zwar teilweise eigenfinanziert ist, jedoch weiterhin auf externe Finanzierung angewiesen ist.

  • In der Praxis bedeutet dies, dass das Unternehmen ein gewisses Risiko in Bezug auf Zinszahlungen und Rückzahlungsverpflichtungen trägt, da ein erheblicher Teil des Anlagevermögens durch Kredite oder andere Fremdmittel finanziert wird.

Gleichzeitig kann ein solcher Deckungsgrad auf eine moderate Eigenkapitalbasis hinweisen, die noch Spielraum für gezielte Investitionen oder Wachstumsprojekte bietet, sofern die Fremdfinanzierung sinnvoll gesteuert wird.

Anlagendeckungsgrad 1: Beispiel 2

Unternehmen 2 hat folgende Bilanzwerte:

  • Anlagevermögen: 800.000 €

  • Eigenkapital: 900.000 €

Berechnung: 900.000 ÷ 800.000 × 100 = 112,5 %

Das Anlagevermögen ist vollständig und sogar über das Eigenkapital hinaus gedeckt. Das Unternehmen verfügt über eine sehr stabile Finanzierungsstruktur, ist unabhängig von kurzfristigen Krediten und weist eine hohe Eigenfinanzierungskraft auf.

Diese Situation bietet dem Unternehmen eine hohe Sicherheit gegenüber Banken und Investoren, da es in der Lage ist, langfristige Investitionen aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

  • Außerdem reduziert die solide Eigenkapitaldeckung das Risiko von Liquiditätsengpässen und schafft Spielraum für zukünftige Investitionen oder Wachstumsvorhaben.

Ein Anlagendeckungsgrad über 100 % wird in der Praxis oft als Zeichen einer besonders starken Eigenkapitalbasis und finanziellen Stabilität gewertet.

Interpretation des Anlagendeckungsgrades 1

  • Richtwert: Werte von 100 % oder mehr bedeuten volle Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital; Werte unter 100 % weisen auf Fremdkapitalabhängigkeit hin.

  • Abgrenzung: Bezieht sich nur auf das Verhältnis von Eigenkapital zu Anlagevermögen und nicht auf andere Deckungsgrade oder kurzfristige Finanzierungen.

  • Form: Prozentangabe, berechnet aus den Bilanzwerten Eigenkapital und Anlagevermögen.

  • Funktion: Dient der Einschätzung der Eigenfinanzierungskraft, der stabilen Finanzierungsstruktur und der Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen unterschiedlicher Branche oder Größe.

Der Anlagendeckungsgrad 1 zeigt das Verhältnis von Eigenkapital zu Anlagevermögen und gibt Aufschluss über die finanzielle Stabilität eines Unternehmens.

  • Ein Wert von 100 % oder mehr bedeutet, dass das langfristig gebundene Vermögen vollständig durch Eigenkapital gedeckt ist.

Werte unter 100 % weisen darauf hin, dass ein Teil des Anlagevermögens über Fremdkapital finanziert wird, was die Abhängigkeit von externen Geldgebern erhöht und die Eigenfinanzierungskraft verringert.

Abhängigkeit von Branche und Unternehmensgröße

Der ideale Anlagendeckungsgrad 1 hängt stark von der Branche und Unternehmensgröße ab. Kapitalintensive Unternehmen, etwa Industrie- oder Produktionsbetriebe, tätigen häufig hohe Investitionen in Maschinen und Gebäude, weshalb ihr Deckungsgrad tendenziell niedriger ausfallen kann.

  • Dienstleistungsunternehmen oder kleinere Unternehmen mit geringerem Anlagevermögen weisen hingegen häufig höhere Anlagendeckungsgrade auf.

Daher sollte der Anlagendeckungsgrad 1 stets branchen- und größenabhängig interpretiert werden, um die Finanzierungsstruktur und die Stabilität eines Unternehmens korrekt zu beurteilen.

Unterscheidung: Anlagendeckungsgrad 2

  • Definition: Der Anlagendeckungsgrad 2 zeigt das Verhältnis von Eigenkapital plus langfristigem Fremdkapital zum Anlagevermögen eines Unternehmens.

  • Richtwert: Werte von 100 % oder mehr bedeuten, dass das Anlagevermögen vollständig durch Eigen- und langfristiges Fremdkapital gedeckt ist; niedrigere Werte weisen auf eine teilweise Finanzierung über kurzfristiges Fremdkapital hin.

  • Abgrenzung: Im Gegensatz zum Anlagendeckungsgrad 1, der nur Eigenkapital berücksichtigt, fließt beim Deckungsgrad 2 zusätzlich das langfristige Fremdkapital ein.

Der Anlagendeckungsgrad 2 baut auf dem Anlagendeckungsgrad 1 auf, erweitert die Perspektive aber, indem er nicht nur das Eigenkapital, sondern auch langfristiges Fremdkapital in die Berechnung einbezieht.

  • Unter langfristigem Fremdkapital versteht man gemäß § 224 Abs. 3 UGB alle von außen aufgenommenen Mittel eines Unternehmens, die länger als ein Jahr gebunden sind, zum Beispiel Bankdarlehen, Hypothekendarlehen oder Anleihen.

Während der Deckungsgrad 1 ausschließlich das Verhältnis von Eigenkapital zu Anlagevermögen misst und damit die reine Eigenfinanzierungskraft eines Unternehmens bewertet, gibt der Deckungsgrad 2 ein realistischeres Bild der Finanzierungsstruktur, da langfristige Verbindlichkeiten als stabiler Bestandteil der Finanzierung betrachtet werden.

Die Kennzahl ist besonders relevant für Investoren, Banken und Analysten, da sie die langfristige Stabilität eines Unternehmens einschätzt und dabei sowohl Eigenmittel als auch gesicherte Fremdmittel berücksichtigt.

  • Außerdem ermöglicht der Vergleich von Anlagendeckungsgrad 1 und 2, die Abhängigkeit von Fremdkapital besser zu erkennen und die Risikoexposition des Unternehmens zu beurteilen.

Zusammengefasst gibt der Anlagendeckungsgrad 2 somit einen umfassenderen Überblick über die Finanzierungsstruktur eines Unternehmens als der reine Deckungsgrad 1.

Darauf aufbauend kann auch der Anlagendeckungsgrad 3 betrachtet werden, der zusätzlich das Umlaufvermögen in die Analyse einbezieht und so ein noch vollständigeres Bild der Kapitalstruktur liefert.

Goldene Bilanzregel und Anlagendeckungsgrad

  • Definition: Die goldene Bilanzregel besagt, dass langfristiges Anlagevermögen mit langfristigem Eigenkapital oder Fremdkapital finanziert werden sollte.

  • Ziel: Sicherstellung der Fristenkongruenz zwischen Vermögenswerten und Finanzierungsmitteln, um die finanzielle Stabilität zu gewährleisten.

  • Bedeutung: Unterstützt die Bewertung des Anlagendeckungsgrads 1 und stärkt die Aussagekraft der Bilanzdaten.

Die goldene Bilanzregel besagt, dass langfristig gebundenes Anlagevermögen ausschließlich mit langfristig verfügbaren Mitteln, also Eigenkapital oder langfristigem Fremdkapital, finanziert werden sollte.

  • Sie bildet die Grundlage für die Berechnung und Bewertung des Anlagendeckungsgrades 1 und unterstützt die Bilanz hinsichtlich der Fristenkongruenz, also der passenden Abstimmung von Vermögenswerten und Finanzierungsmitteln.

Auch Umlaufvermögen, Vorräte und Forderungen müssen im Zusammenspiel mit Verbindlichkeiten betrachtet werden, um die Deckung aller Vermögenswerte zu gewährleisten.

  • Die goldene Bilanzregel hilft außerdem, Fehler bei der Finanzierung zu vermeiden, die Eigenkapitalquote zu stabilisieren und die Bilanzstruktur so zu gestalten, dass die Anlagendeckung optimal ist.

Durch die Einhaltung der Regel lässt sich der Deckungsgrad 1 effektiv nutzen, um die Rolle der Eigenmittel im Unternehmen zu verdeutlichen.

Tipps zur Verbesserung des Anlagendeckungsgrad 1

  • Einsatz: Verwendung von Eigenmitteln im passenden Bereich des Anlagevermögens zur Finanzierung produktiver Investitionen.

  • Reduktion: Abbau von langfristigem Fremdkapital und nicht betriebsnotwendigem Anlagevermögen zur Verbesserung des Deckungsgrads.

  • Analyse: Regelmäßige Auswertung der Bilanzdaten und Vergleich mit Kennzahlen wie Anlagendeckungsgrad 2 zur Beurteilung der Kapitalstruktur.

  • Ziel: Sicherstellung einer ausgewogenen Finanzierung, um finanzielle Stabilität zu wahren und Liquiditätsengpässe zu vermeiden.

Um den Anlagendeckungsgrad 1 zu verbessern, kann ein Unternehmen gezielt seine Eigenkapitalbasis stärken. Zum Beispiel durch Kapitalerhöhungen oder die Einbehaltung von Überschüssen. Auch der gezielte Einsatz von Eigenmitteln im richtigen Bereich des Anlagevermögens, zum Beispiel für produktive Investitionen, kann den Deckungsgrad 1 erhöhen.

  • Eine Reduktion von langfristigem Fremdkapital oder nicht betriebsnotwendigem Anlagevermögen wirkt sich ebenfalls positiv auf den Deckungsgrad aus.

Darüber hinaus hilft eine regelmäßige Analyse der Bilanzdaten, um die Anlagendeckung 1 im Blick zu behalten und rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten. In der Praxis sollte auch der Zusammenhang mit anderen Kennzahlen wie dem Anlagendeckungsgrad 2 geprüft werden, um ein vollständiges Bild der Finanzierungsstruktur zu erhalten.

  • Wenn langfristiges Vermögen auch mit langfristigem Kapital finanziert wird, bleibt das Unternehmen finanziell stabil und vermeidet Engpässe bei der Liquidität.

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Fragen und Antworten

Ein guter Anlagedeckungsgrad 1 hängt von der Anlagenintensität des Unternehmens ab, also vom Anteil des Anlagevermögens an den gesamten Vermögenswerten.

Werte von 100 % oder mehr gelten als ideal, da das langfristig gebundene Vermögen in diesem Fall vollständig durch Eigenkapital gedeckt ist. Liegt der Wert darunter, kann dies insbesondere in Branchen mit geringerer Kapitalintensität, wie etwa Dienstleistungsunternehmen, noch akzeptabel sein.

In diesem Sinne zeigt die Kennzahl die Eigenfinanzierungskraft und die Finanzierungsstruktur des Unternehmens, wobei der Wert je nach Anlagenintensität und Bilanzdaten variieren kann.

Die Formel lautet: Anlagendeckungsgrad 1 = Eigenkapital ÷ Anlagevermögen × 100 

Sie gibt den Anteil des Anlagevermögens in Prozent an, der durch Eigenkapital gedeckt ist und dient der Analyse der Anlagendeckung 1.

Der Anlagendeckungsgrad 2 zeigt das Verhältnis von Eigenkapital plus langfristigem Fremdkapital zu Anlagevermögen. Er erweitert die Aussagekraft gegenüber der Anlagendeckung 1, da er die Deckung langfristiger Vermögenswerte unter Einbezug gesicherter Fremdmittel bewertet.

Ein Wert über 100 % bedeutet, dass das gesamte Anlagevermögen durch Eigenkapital oder langfristige Mittel gedeckt ist. Auf der Seite der Bilanz signalisiert dies eine besonders stabile Finanzierungsstruktur und eine hohe Eigenfinanzierungskraft.

Liegt der Wert unter 100 %, wird ein Teil des Anlagevermögens über Fremdkapital finanziert. Die Aussagekraft des Anlagendeckungsgrades zeigt dann eine höhere Abhängigkeit von Gläubigern und ein erhöhtes Risiko für Liquiditätsengpässe.

Die Anlagenintensität und die Art der Vermögensgegenstände beeinflussen den Anlagendeckungsgrad. Kapitalintensive Branchen mit hohem Anteil an Maschinen und Gebäuden haben oft niedrigere Werte, während Dienstleistungsunternehmen mit geringem Anlagevermögen höhere Werte erzielen.

Quellen