Deckungsbeitrag ⇒ einfach erklärt

Der Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen dem erzielten Umsatz des Unternehmens und den variablen Kosten. Er dient zur Deckung der fixen Kosten und hilft bei der Bewertung der Rentabilität von Produkten oder Dienstleistungen.

Simone A. Mitgründerin, Entwicklung, Inhalt & Marketing
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Deckungsbeitrag – auf einen Blick

Die 3 wichtigsten Fakten zum Deckungsbeitrag
Definition Differenz zwischen Umsatz und variablen Kosten, die zur Deckung der betrieblichen Fixkosten dient
Berechnung
Profitabilität & Erfolgsermittlung
  • Deckungsbeitrag < Fixkosten: Unternehmensverlust
  • Deckungsbeitrag = Fixkosten: Gewinnschwelle
  • Deckungsbeitrag > Fixkosten: Unternehmensgewinn

Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen den Erlösen und den variablen Kosten und dient zur Deckung der Fixkosten sowie zur Erzielung eines Gewinns.

Deckungsbeitrag: Definition

Der Deckungsbeitrag steht in der betrieblichen Kosten- und Leistungsrechnung, auch „Erfolgsrechnung“, für die Differenz zwischen den erzielten Erlösen des Unternehmens (Umsatz) und den variablen Kosten, die das Unternehmen zu decken hat.

  • Es handelt sich damit um den Betrag, der zur Deckung der betrieblichen Fixkosten eines Unternehmens zur Verfügung steht.

Deckungsbeitrag: Unternehmerische Bedeutung

Der Deckungsbeitrag spielt für das jeweilige Unternehmen eine grundlegende Rolle im Hinblick auf Erfolgsermittlung, genereller Preiskalkulation und Preisberechnung für seine Produkte und Dienstleistungen - insbesondere nötiger Preisanpassungen bei Produkten und/oder Dienstleistungen als Erfolgs- und Gewinnfaktor für das Unternehmen.

  • Anhand dieser unternehmerischen Kennzahlen und Mechanismen lukriert das Unternehmen seinen Umsatz und bedient damit unter anderem seine Fixkosten.

Deckungsbeitrag: Faktoren

Für die Ermittlung der Höhe des Deckungsbeitrags eines Unternehmens und um die Auswirkung dieser Summe auf das Unternehmen festzustellen, spielen folgende unternehmerische Faktoren eine zentrale Rolle:

Variable Kosten:

Dazu gehören der Aufwand für die Produktion, also die Produktionskosten des Unternehmens (Materialkosten, Bedarf an Maschinen, Personal usw.).

Steigt der Produktionsaufwand für die Güter, die das Unternehmen herstellt oder die Kosten für erbrachte Leistungen, steigen damit auch die Produktionskosten oder Kosten für die Erbringung der Dienstleistungen.

  • Daher spricht man von variablen Kosten, weil diese immer vom Aufwand und Einsatz, sowohl vom Personal als auch vom Materialeinsatz des Unternehmens abhängen bzw. bestimmt werden.

Fixkosten:

Zu den Fixkosten eines Unternehmens gehören alle Kosten, die sich über einen gewissen Zeitraum nicht ändern.

Ein klassisches Beispiel für solche betrieblichen Fixkosten sind Miet- oder Pachtkosten, die unabhängig von der Produktion und dem Produktionsaufwand des Unternehmens gleich bleiben (für eine bestimmte Zeitdauer, beispielsweise für die Dauer des jeweiligen Miet- oder Pachtvertrags).

Gesamtkosten:

Die Summe aus den betrieblichen Fixkosten und den betrieblichen variablen Kosten ergibt die betrieblichen Gesamtkosten für ein Unternehmen.

Deckungsbeitrag: Berechnung & Bedeutung

Um den Deckungsbeitrag eines Unternehmens zu berechnen und festzustellen, werden vom Unternehmensumsatz die variablen Kosten des Unternehmens abgezogen.

Der dadurch ermittelte Betrag wird dann den Fixkosten des Unternehmens gegenübergestellt.

Deckungsbeitrag: Formel

Die universelle Formel für die Berechnung des Deckungsbeitrags eines Unternehmens lautet:

Umsatz – variable Kosten = Deckungsbeitrag

Deckungsbeitrag - betriebliche Bedeutung:

Anhand dieser Gegenüberstellung kann das Unternehmen seine Profitabilität sowie auch die jeweilige Profitabilität seiner einzelnen Produkte oder Dienstleistungen ermitteln und falls nötig die jeweilige Preispolitik anpassen.

  • Zum Beispiel bei einem Missverhältnis aus Produktionskosten und dem zu erzielenden Umsatz können die Preise für diese Produkte oder Dienstleistungen nach oben korrigiert werden und sie so an den Aufwand anpassen.

Deckungsbeitrag: Profitabilität & Erfolgsermittlung

Durch die Gegenüberstellung des Deckungsbeitrags mit den variablen Kosten lässt sich der Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens ermitteln - wobei es drei Szenarien hinsichtlich Unternehmenserfolg als Ergebnis der Berechnung gibt:

  1. Der Deckungsbeitrag unterschreitet die Summe der betrieblichen Fixkosten: Die Ausgaben sind höher als die Einnahmen, es besteht ein Unternehmensverlust - variable Kosten und/oder Produkt-/Dienstleistungspreise müssen optimiert werden.

  2. Der Deckungsbeitrag entspricht der Summe der betrieblichen Fixkosten: Diese Summe stellt die sogenannte Gewinnschwelle dar (Überschreiten der Gewinnschwelle = Gewinn) - es wird weder betrieblicher Verlust noch Gewinn erwirtschaftet. Zur Erzielung von betrieblichem Gewinn müssen die variablen Kosten und/oder Produkt-/Dienstleistungspreise angepasst werden.

  3. Der Deckungsbeitrag überschreitet die Summe der betrieblichen Fixkosten: Die Einnahmen sind höher als die Ausgaben, es besteht ein Unternehmensgewinn - das optimale Ergebnis aus der Erfolgsermittlung, weil sich aus der Berechnung des Deckungsbeitrags ein Unternehmensgewinn ergibt.

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Fragen und Antworten

Der Deckungsbeitrag spielt eine entscheidende Rolle bei der Unternehmensgewinnerzielung, da er die Differenz zwischen den Erlösen und den variablen Kosten darstellt, die zur Deckung der fixen Kosten und zur Gewinnerzielung zur Verfügung stehen.

  • Ein hoher Deckungsbeitrag führt zu höheren Gewinnen, während ein niedriger Deckungsbeitrag die Rentabilität einschränken kann.

Wird der Deckungsbeitrag den Fixkosten gegenübergestellt, erhält man Hinweise darüber, ob das Unternehmen Gewinne oder Verluste erzielt:

  • Deckungsbeitrag ist kleiner als die Fixkosten: Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen und das Unternehmen macht einen Verlust.

  • Deckungsbeitrag ist größer als die Fixkosten: Die Einnahmen übersteigen die Ausgaben und das Unternehmen macht Gewinn.

  • Deckungsbeitrag entspricht den Fixkosten: Es wird weder betrieblicher Verlust noch Gewinn erwirtschaftet (=Break-Even-Point).

Der Deckungsbeitrag wird berechnet, indem die variablen Kosten von den Erlösen eines Unternehmens abgezogen werden.

Die Formel zur Berechnung des Deckungsbeitrags lautet:

  • Deckungsbeitrag = Erlöse - Variable Kosten

Die Erlöse sind die Einnahmen, die ein Unternehmen durch den Verkauf seiner Produkte oder Dienstleistungen erzielt. Die variablen Kosten sind die Kosten, die direkt von der Produktionsmenge oder den Verkaufsmengen abhängen, z.B. Materialkosten, Arbeitskosten für die Produktion und Vertriebsprovisionen.

  • Der Deckungsbeitrag steht zur Deckung der fixen Kosten des Unternehmens zur Verfügung und trägt zur Gewinnmaximierung bei.

Quellen

Gesamte Rechtsvorschrift für Unternehmensgesetzbuch (UGB):
Tagesaktuelle Fassung im RIS