Kontenklassen ⇒ einfach erklärt

Kontenklassen sind Gruppierungen der Konten in der Buchhaltung. Sie ermöglichen die systematische Organisation der Konten nach Funktion, Art oder Verwendungszweck, um eine übersichtliche und strukturierte Buchhaltung zu gewährleisten.

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Kontenklassen – auf einen Blick

Die 4 wichtigsten Fakten zu den Kontenklassen
Definition

Anordnung von Konten in der Buchhaltung, die ähnliche Geschäftsvorfälle oder Transaktionen zusammenfassen.

Zweck

Übersichtliche Darstellung der finanziellen Lage eines Unternehmens.

Strukturierung der Buchhaltung.

Erleichterung bei der Erfassung, Auswertung und Analyse der finanziellen Transaktionen.

Kontenklassen

Einteilung in zehn Kontenklassen: 0–9

Zusammengefasst Der Kontenrahmen legt die allgemeine Struktur der Kontenklassen fest, nach der die einzelnen Konten in einem Kontenplan angeordnet werden.

Kontenklassen sind Gruppierungen der Konten anhand von Eigenschaften und Merkmalen in der Buchhaltung.

Kontenklassen: Übersicht

Buchungen werden im Unternehmen auf verschiedenen Konten erfasst, wobei diese Konten wiederum in bestimmte Klassen gruppiert sind:

  • Jeder Kontenklasse kommen verschiedene Eigenschaften und Merkmale zu. 

  • Durch die Kategorisierung von ähnlichen Buchungen in Kontenklassen wird die Erfassung, Auswertung und Analyse von Finanzdaten erleichtert.

  • Die Einteilung der Kontoklassen erfolgt in den Klassen 0–9.

  • Kontenklassen umfassen verschiedene Kategorien wie Vermögenskonten, Kapitalkonten, Erfolgskonten und Abschlusskonten.

Kontenklassen: Funktion

Die Kontenklassen ordnen die einzelnen Konten bestimmten Gruppen im Kontenrahmen zu. Die Klassen sind von 0 bis 9 durchnummeriert:

Kontoklasse Bezeichnung
0Anlagevermögen und Aufwendungen für das Ingangsetzen und Erweitern eines Betriebs
1Vorräte
2Sonstiges Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten
3Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten
4Betriebliche Erträge
5Materialaufwand und Aufwendungen für bezogene Leistungen
6Personalaufwand
7Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen
8Finanzerträge und Finanzaufwendungen, außerordentliche Erträge und Aufwendungen, Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, Rücklagenbewegung
9Eigenkapital, unversteuerte Rücklagen, Einlagen stiller Gesellschafter, Abschluss- und Evidenzkonten
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Abgrenzung zum Kontenrahmen

Ein Kontenrahmen ist eine Vorlage, nach der sich Unternehmen bei der Erstellung ihrer Kontenpläne richten müssen.

  • Der Kontenrahmen ist eine standardisierte Struktur, wobei dieser Rahmen alle Konten umfasst, die in der Buchhaltung eines Unternehmens verwendet werden.

In einem Kontenrahmen werden die Kontenklassen als eine vordefinierte Gruppierung von Konten verwendet, um eine einheitliche Buchführung zu ermöglichen.

Abgrenzung zum Kontenplan

Der Kontenplan enthält alle in einem bestimmten Unternehmen geführten Konten. Er wird aus dem Kontenrahmen entwickelt und berücksichtigt die besonderen Verhältnisse des Unternehmens.

  • Der Kontenplan enthält Kontenbezeichnungen, Kontennummern und eine Beschreibung jedes Kontos.

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Fragen und Antworten

Kontenklassen dienen dazu, die Vielzahl von Konten eines Unternehmens zu strukturieren und ähnliche Geschäftsvorfälle nach Merkmalen und Eigenschaften in übersichtliche Gruppen zusammenzufassen.

Dadurch wird eine systematische und geordnete Erfassung, Organisation und Auswertung der finanziellen Daten ermöglicht. Die Kontenklassen fördern eine einheitliche Buchhaltung und erleichtern die Erstellung von Jahresabschlüssen und Berichten.

Die Kontenklassen werden in der Buchhaltung eines Unternehmens nach bestimmten Eigenschaften oder Funktionen der Transaktionen in die Klassen 0–9 eingeteilt. Die genaue Einteilung kann je nach Buchhaltungssystem oder Unternehmen sowie dessen Branche variieren. Standardmäßig sieht die Einteilung der zehn Kontenklassen wie folgt aus:

  • Kontenklasse 0: Anlagevermögen (langfristige Vermögenswerte wie Grundstücke, Gebäude, Maschinen)

  • Kontenklasse 1: Umlaufvermögen (kurzfristige Vermögenswerte wie Bargeld, Forderungen, Vorräte)

  • Kontenklasse 2: Eigenkapital (Konten der Eigentümer oder Gesellschafter des Unternehmens)

  • Kontenklasse 3: Fremdkapital (Verbindlichkeiten des Unternehmens, Rechnungsabgrenzungsposten)

  • Kontenklasse 4: Erträge (Einnahmen und Erlöse aus dem Verkauf von Waren oder Dienstleistungen)

  • Kontenklasse 5: Aufwendungen (Kosten und Ausgaben, die das Unternehmen hat)

  • Kontenklasse 6: Personalaufwand (Gehälter und Löhne, Vergütungen, Sozialabgaben, etc.)

  • Kontenklasse 7: Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen (Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Miete, Instandhaltungskosten, etc.)

  • Kontenklasse 8: Bestandskonten (Konten, die den Bestand an Vermögen und Schulden am Ende des Geschäftsjahres zeigen, außerordenliche Erträge und Aufwendungen)

  • Kontenklasse 9: Erfolgskonten (Konten, die den Gewinn oder Verlust am Ende des Geschäftsjahres zeigen)

Quellen

  • Einteilung der Kontenklassen nach dem österreichischen Einheitskontenrahmen – beschlossen vom Fachsenat für Betriebswirtschaft der Kammer der Wirtschaftstreuhänder im Mai 2017: Fachgutachten KFS/BW6 vom 25.07.2017 – Österreichischer Einheitskontenrahmen: Download (PDF)

  • Interessensvertretung und Fachgutachten:
    Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (KSW)