Die häufigsten Fragen seit dem Update

Wir haben umgebaut: Hier nun Infos zu den häufigsten Unklarheiten seit dem Update

Neu hinzugekommen - und wohl am gewöhnungsbedürftigsten - sind die Eingangs- und Ausgangsrechnungen für die Belegerfassung.


Deren Nummerierung erfolgt einheitlich über "ER" und "AR" (und dem Jahr), danach fortlaufend, sobald relevant (in der E/A-Buchhaltung bei Anlagen, iG/RC & Waren sofort - ansonsten bei Bezahlung). 


Jede Buchung aus der Buchhaltung (mit Ausnahme von Um-, Korrektur- und Abschlussbuchungen) hat nun eine korrespondierende Ausgangs- oder Eingangsrechnung (Neuer Menüpunkt "Meine Belege) erhalten.


Im Buchungsjournal im Menüpunkt Buchhaltung sind die "alten" Nummern unverändert aufzufinden. Von jeder Buchung im Buchungsjouornal kann zum verursachenden Modul (Meine Belege, Rechnungslegung, Registrierkassa, Reisekosten etc.) navigiert werden.

Sie vermissen Ihre "alten" Buchungsnummern? Diese "verstecken" sich - unverändert und natürlich nach wie vor lückenlos und fortlaufend nummeriert - jetzt hinter ihrer neu zugeordneten Eingangs- und Ausgangsrechnung.

Offene Posten gibt es nur mehr bei Eingangs- und Ausgangsrechnungen - nicht in den Buchungen in der Buchhaltung. In Ihren Grundeinstellungen können Sie steuern, ob Sie Ihre Belege bezahlt oder lieber unbezahlt (also als offene Posten) erfassen möchten.

Die USt/ESt-Zahllast in der Nettomethode wird nun korrekter denn je verarbeitet - und nicht mehr als Ausgabe (bzw. die USt/ESt-Gutschrift als Einnahme), sondern

  • In der Buchhaltung direkt bei Um- Abschluss und Korrekturbuchung als Abschlussbuchung gebucht (von ESt-Konto, USt-Konto, VSt-Konto jeweils auf USt-bzw. ESt-Zahllast) bzw.
  • Beim Geldeingang von Bankkonto auf das Verrechnungskonto Finanzamt oder direkt auf USt-bzw. ESt-Zahllast.
  • Beispielfälle: Abschlussbuchungen: AB USt 1, AB USt 2, Umbuchungen: U USt 3, U USt 4, U USt 5, nur für Bruttomethode: USt 1 und USt 2).
  • Der Beispielfall für die ESt ist "ESt 1".

 

Es kann aber weiterhin auch nur der Beispielfall "U USt 5" verwendet und die Ust-Zahllast von Bank bezahlt werden, 4990 und 3521 sind nicht mehr zu verwenden.

Weiterführende Infos im Wiki

Das Wareneingangsbuch ist nun neu und entkoppelt von den Buchungen nummeriert und wird auf Basis der Eingangsrechnungen geführt (da das WEB auf Basis des Rechnungsdatums zu führen ist). Der W-Nummernkreis wird nicht weitergeführt.

Nun zu finden unter Meine Belege > Wareneingangsbuch. Von jedem Eintrag navigieren Sie bequem zu den verursachenden Eingangsrechnungen.

Sie vermissen Ihre "alten" Wareneingangs-Nummern? Diese "verstecken" sich jetzt unter Umständen hinter der neu zugeordneten Eingangsrechnung. Im Buchungsjournal im Menüpunkt Buchhaltung sind die alten W-Nummern unverändert aufzufinden.

Ein häufiger, aber leider fehleranfälliger Geschäftsfall - wir haben deswegen versucht die gängign Fehlerquellen zu eliminieren.

  1. Wählen Sie bei iG-Geschäftsfällen jenen Steuersatz, der in Österreich anzuwenden wäre (keine 0% Option).
  2. Dann wählen Sie im Anschluss iG oder RC als Option neben dem Betrag. Diese Optionen sind nur bei infrage kommenden Steuersätzen überhaupt sichtbar.
  3. Bei Bedarf können Sie die Option "mit oder ohne VSt-Abzug" ändern.

Die Verarbeitung des Privatanteils hat sich mit dem Update grundlegend verbessert. In der Eingangsrechnung wird der Privatanteil pro Zeile eingetragen, aber keine eigene Zeile dafür angelegt.

Werfen Sie bei Ihrer Eingangsrechnung mit Privatanteil nach dem "Speichern und Buchen" einen Blick in die Registerkarte "Buchungsverlauf" und klappen Sie die Ausgabe über das Pfeil-Symbol links auf:

  1. Aufwandskonto mit unternehmerisch relevantem Betrag
  2. Privatanteil (automatisch) 9613 mit dem Privatanteil Betrag (nun mit positivem Vorzeichen)

 

Zur Ausführung und den Vorteilen:


Früher war es nach der Eingabe der Buchung mit Privatanteil nicht ersichtlich wie hoch die Rechnung tatsächlich war, denn es wurde immer sofort abgezogen. Dies hat Vewirrung gestiftet und die Eingabekontrollen erschwert.

  1. Der Beleg kann nun einfach geprüft werden - Gesamtsumme, Steuer, etc (in der Eingangsrechnung)
  2. Die Verarbeitung erfolgt nun so, dass das Bankkonto mit dem Gesamtbetrag, das Ausgabenkonto dem unternehmensrelevanten Betrag und der Privatanteil mit dem angegebenen Anteil berücksichtigt wird.
  3. Im Kontoauszug kann die Abstimmung nun endlich mit dem tatsächlich bezahlten Betrag erfolgen - früher gab es hier den Umweg über "Restbetrag ignorieren wegen Privatanteil"
  4. In die ESt/UVA werden automatisch nur die relevanten Beträge herangezogen.

Die Abschreibungen im Anlagenbuch werden nicht mehr länger mit dem Gegenkonto 2999 Gegenkonto für fiktive Abschreibungen, sondern gegen das jeweilige Anlagenkonto abgeschrieben (wie in der Buchhaltung üblich).

Das bedeutet:

  1. Beim Kauf der Anlage wird auf dem Anlagenkonto der Gesamtbetrag gebucht
  2. Durch jede Abschreibungsbuchung wird der jeweilige Jahres-Abschreibungsbetrag vom Anlagenkonto wieder weggebucht (dh: der Bestand der Anlage verkleinert)
  3. In den Folgejahren können dann über die neue Funktion Anfangsbestand ganz bequem alle Konto-Endbestände als neuer Anfangsbestand übernommen werden.

 

Änderungen gibt es auch beim Freibetrag für investierte Gewinne:

  • Dieser wird wie gehabt als Anlage erfasst.
  • Die "Abschreibung" wird aber nicht mehr in die Buchhaltung gebucht, sondern direkt in die neue Mehr Weniger Rechnung für die Beilage zur Einkommensteuererklärung (oder Körperschaftssteuererklärung) übernommen. Dh: in Ihrer Erklärung ist der Betrag dann automatisch und korrekt enthalten!

Ab sofort besteht die Umbuchung aus drei Bereichen:

  1. Umbuchung: für die Durchführung von erfolgsneutralen Geldtransaktionen, zB: von Bank auf Kassa, von Bank auf USt-Zahllast, oder in der doppelten Buchhaltung von Bank auf Verbindlichkeit oder von Forderung auf Bank.
  2. Korrekturbuchungen: für die Korrektur von zB: falsch bebuchten Konten. Hier sind Korrekturen ohne Umsatz- oder Vorsteuer durchzuführen. Die erlaubten Umbuchungen, also von einem Konto auf ein anderes Konto werden von FreeFinance reglementiert.
  3. Abschlussbuchungen: für die monatlichen - oder jährlichen Abschlüsse, zB: von USt- und Vorsteuerkonten auf die USt-Zahllast oder Abschlussbuchungen im Sinne der doppelten Buchhaltung

Alle diese Buchungen sind immer im Geld bzw. Betragsfluss zu werten, also von einem Konto auf ein anderes Konto (nicht im Sinne des Soll/Habens - dies macht FreeFinance im Hintergrund automatisch).

Sollen Korrekturen vorgenommen werden, die auch USt oder VSt korrigieren ist dies über eine Ein- oder Ausgangsrechnung mit jeweils einer Zeile mit negativem Betrag und einer Zeile mit positivem Betrag durchzuführen.

Wenn eine Vorlage nicht mehr funktioniert oder Sie ein Konto vermissen, wäre es möglich, dass diese (sowie alle Ableitungen/Duplikate davon) mit 2019 aus Gründen der Fehlerquellen-Minimierung deaktivert wurden.

2999 ... Gegenkonto für fiktive Ausgaben, wie Abschreibungen, Diäten oder Kilometergeld > Bitte verwenden Sie für das manuelle Buchen von Kilometergeld und Diäten nun 9600 Privat
9990 ... Unklare Geschäftfälle

Schon länger deaktiviert:


5320 ... Innergemeinschaftlicher Erwerb von Waren
0441 ... Anlagen innergemeinschaftlich erworben
4990 ... VSt-Gutschrift 
3521 ... Ust Zahllast (NUR bei Bruttomethode)

Ausgangsrechnung vs. Ausgabe

Wir haben bei FreeFinance zwei verwirrende "neue" Begriffe eingeführt. Die haben wir nicht erfunden sondern aus der doppelten Buchhaltung ausgeborgt.

Die Eingangsrechnung - sie löst die bisherige Ausgabe ab und ist daher rot markiert (weil "schlecht" für die Geldtasche). 

Die Ausgangsrechnung - sie löst die bisherige Einnahme ab und ist grün markiert (weil "gut" für die Geldtasche).

Näheres in unserem eigens dazu ausgeschickten Artikel

Buchungen in der Buchhaltung

Woher Buchungen kommen

Wie in der Grafik ersichtlich, gibt es unterschiedliche Quellen von Buchungen, die für Ihre Buchhaltung relevant sein können. Nicht nur über die Eingabe von Ein- oder Ausgangsrechnungen kommen Buchungen zustande, sondern eben auch über

  • das Anlagenbuch durch Abschreibungen,
  • die Rechnungslegung durch Geldeingänge,
  • die Registrierkassa durch Tageslosungen, 
  • die Reisekosten durch Diäten und Kilometergeld,
  • manuelle Um-, Korrektur- & Abschlussbuchungen.