Bewertung von Anlagevermögen

Wie funktioniert die Bewertung von Anlagevermögen?

Anlagen stellen einen wichtigen Vermögenswert in einem Unternehmen dar. Also müssen sie auch entsprechend bewertet werden. Man unterscheidet in nicht abnutzbares Anlagevermögen, und abnutzbares Anlagevermögen und bewertet dementsprechend.

Nicht abnutzbares Anlagevermögen: Bewertung

Das nicht abnutzbare Anlagevermögen (zum Beispiel Grundstücke und Beteiligungen an anderen Unternehmen) ist mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung musst der niedrigere Teilwert angesetzt werden (strenge Niederstwertprinzip). Bei Finanzanlagen dürfen solche Abschreibungen auch dann vorgenommen werden, wenn die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist (gemildertes Niederstwertprinzip).

Nichtprotokollierte Gewerbetreibende haben bei einer voraussichtlichen dauernden Entwertung ein Wahlrecht, das heißt, sie können die höheren Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder den niedrigeren Teilwert (oder einen dazwischenliegenden Wert) ansetzen. Nach der Rechtsprechung ist bei nur vorübergehender Wertminderung eine Abschreibung unzulässig.

Der Teilwert kann auch dann angesetzt werden, wenn er höher ist als der letzte Bilanzansatz; es dürfen jedoch höchstens die Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt werden.

Abnutzbares Anlagevermögen: Bewertung

Das abnutzbare Anlagevermögen (Gebäude, Maschinen, etc.) ist mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um die Abschreibung (Absetzung für Abnutzung) anzusetzen.

Bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung muss der niedrigere Teilwert angesetzt werden (strenges Niederstwertprinzip).

Nichtprotokollierte Gewerbetreibende können bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung den niedrigeren Teilwert ansetzen, sind jedoch hierzu in keinem Fall verpflichtet. Bei vorübergehender Wertminderung ist eine Abschreibung nicht zulässig.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann der letzte Bilanzansatz überschritten werden (keinesfalls jedoch die Anschaffungs- oder Herstellungskosten).

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