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AfA | Abschreibung

Absetzung für Abnutzung (AfA) in Österreich

Wie Sie Ihren Laptop über die Nutzungsdauer "abschreiben" können und damit Ihre steuerliche Bemessungsgrundlage reduzieren.

Letzte Aktualisierung:
Simone A. Mitgründerin, Entwicklung, Inhalt & Marketing

Unter Absetzung für Abnutzung versteht man die Aufteilung der Anschaffungskosten eines Wirtschaftsguts über die Nutzungsdauer. Folgendes gilt es dabei zu beachten:

Absetzung für Abnutzung (AfA): Überblick

Mithilfe der AfA wird der Anschaffungswert von Wirtschaftsgütern hinsichtlich des abnutzbaren Anlagevermögens (z.B.: Laptop, Firmen-Pkw, Maschinen, Lizenzen, u.v.m.) gleichmäßig, also linear, über die sogenannte betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verteilt.

Ist angeschafftes oder hergestelltes Wirtschaftsgut abnutzbares Betriebsvermögen, stellt die Anschaffung oder Herstellung des Wirtschaftsgutes für sich keine Vermögensminderung dar, wohl aber die Abnutzung des Gutes - es wird ja laufend (=während seiner Nutzungsdauer) für die Erzielung von Einkünften eingesetzt (=benutzt) und erfährt somit eine Abnutzung (=Wertminderung).
Beispielsweise wird ein Firmenlaptop laufend eingesetzt und unterliegt dadurch laufendem Verschleiß.

Die Abnutzung wird für jeweilige (angenommene) Nutzungsdauer als Betriebsausgabe deklariert - und ist als solche steuerlich abschreibbar.

Grundlegend sind Anlagedaten mit der ersten erfolgten Abschreibung nicht mehr änderbar. Es gibt jedoch ein paar Ausnahmen, die eine Änderung des Anschaffungswertes bedingen können:

Zur (nachträglichen) Änderung des Anschaffungswertes kommt es

  • bei ursprünglich fehlerhaften Eingaben,

  • vergessenen oder nachträglich hinzukommenden Aufwendungen, die zur Anlage hinzuzurechnen und dadurch als Bestandteil des Wirtschaftsgutes anzusehen sind.

Somit kann es vorkommen, dass der Anschaffungswert noch nach der ersten Abschreibung geändert werden muss. In diesem Fall ist der korrigierte Anschaffungswert einzugeben und der Abschreibungsplan wird entsprechend adaptiert.

Was kann man abschreiben?

Die Möglichkeit der AfA gilt grundsätzlich für alle Wirtschaftsgüter, die einen Anschaffungswert von 800 Euro (bis 31.12.2019 400 Euro) übersteigen und länger als ein Jahr im Unternehmen genutzt werden.

Im Gegenzug werden geringwertige Wirtschaftsgüter, also Unternehmensvermögenswerte unter 800 Euro, nicht über die Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern stellen eine Betriebsausgabe in jenem Jahr, in dem sie angeschafft werden, dar.

Übrigens: zu den Anschaffungskosten eines Wirtschaftsgutes (oder auch Herstellungskosten bei Eigenproduktion) zählen sämtliche Kosten, die erforderlich sind, um das Wirtschaftsgut in den Besitz des Unternehmens zu bringen (Transportspesen, Zölle, Grunderwerbssteuer, usw.).

AfA und Abschreibung - warum diese zwei Begrifflichkeiten?

Während es sich bei Abschreibung um einen unternehmensrechtlichen Begriff handelt, entstammt die Bezeichnung Absetzung für Abnutzung dem Steuerrecht - gemeint ist mit beiden Begrifflichkeiten jedoch ein und dasselbe: das steuerrechtliche Absetzen der durch die betriebliche Verwendung bedingten Abnutzung des Anlagewertes (sprich des gekauften Objekts, der Maschine, des Firmenwagens, etc.), indem diese Abnutzung als Betriebsausgabe deklariert wird.

Unterscheiden kann man aber dahingehend, dass die Absetzung von der Steuer über die gesamte (angenommene) Nutzungsdauer adressiert wird, oder die einmalige Abschreibung von der Steuer hinsichtlich des Anschaffungspreises oder der Produktionskosten.

AfA und Vorsteuer: wie und wann?

Grundsätzlich gilt: die Anschaffungskosten des Anlagevermögens sind jene Kosten, die die Anlage beim Kauf gekostet hat, gegebenenfalls inkl. Transport, Zoll, Herstellungs- oder auch Montagekosten.
Die Beträge sind grundsätzlich netto zu erfassen, ausser bei nicht vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmern – diese erfassen jeweils den Bruttobetrag.

Die Vorsteuer wird im Jahr der Anschaffung des Wirtschaftsgutes komplett mit der Umsatzsteuer gegengerechnet.

Was sind geringwertige Wirtschaftsgüter?

Sofern ein abnutzbares Anlagegut nicht mehr als 800 Euro (seit 01.01.2020) in der Anschaffung kostet, können diese Anschaffungs- oder Herstellungskosten sofort unter dem Titel "geringwertiges Wirtschaftsgut", kurz GWG, als Betriebsausgabe abgeschrieben werden.

Wenn Ihnen ein Vorsteuerabzug zusteht, ist die Grenze von 800 Euro dementsprechend ohne Umsatzsteuer, sprich netto, zu verstehen.
Sollten Sie Kleinunternehmer sein, der umsatzsteuerbefreit ist, bilden die 800 Euro den Bruttoverkaufspreis des jeweiligen Anlagevermögens ab.

Neuerung der AfA bei geringwertigen Wirtschaftsgütern seit 2020:

Im Zuge der Steuerreform 2020 wurde eine wichtige Neuerung in den Bestimmungen der AfA vorgenommen:
Durch die neue Bestimmung in §13 des Einkommensteuergesetz ändert sich die Betragsgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter von 400 Euro auf 800 Euro bei Neuanschaffungen ab dem 1. Januar 2020!

Was versteht man unter betriebsgewöhnlicher ND?

Unter betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer versteht man die technische und wirtschaftliche Nutzbarkeit eines Wirtschaftsgutes im Anlagevermögen. Üblicherweise gibt es dazu Erfahrungswerte und Vorschläge.
Gibt es diese nicht, ist die Nutzungsdauer zu schätzen.

In jedem Jahr der Nutzungsdauer des Anlagevermögenswertes darf jeweils nur ein sich nicht ändernder Abschreibungsbetrag geltend gemacht werden - man spricht dabei von der linearen AfA.
Um diesen gleichbleibenden jährlichen Betrag benennen zu können, werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten durch die in Jahre ausgedrückte Nutzungsdauer dividiert.

Praxisbeispiel: AfA geringwertiges Wirtschaftsgut

Es wird ein neuer Arbeitslaptop fürs Büro mit einem Kaufpreis in Höhe von 780 Euro angeschafft.
Gemäß der Bestimmungen für die AfA stellt dieser Laptop mit seinem Anschaffungspreis von 780 Euro ein geringwertiges Wirtschaftsgut dar.

Somit erfolgt im Zuge der AfA eine sofortige steuerliche Absetzung der Anschaffungskosten als Betriebsausgabe!

Wenn das Anlagegut vollständig abgeschrieben wurde, aber weiter im Unternehmen verbleibt und genutzt wird, kommt der sogenannte „Erinnerungscent“ (oder auch Erinnerungseuro) zum Tragen:

Das abgeschriebene Wirtschaftsgut verbleibt mit einem „Rest-Anlagewert“ von einem Cent (oder auch einem Euro), dem sogenannten „Erinnerungscent“, als Teil des Betriebsvermögens bis zum endgültigen Ausscheiden aus dem Betrieb.

Praxisbeispiel Laptop:
Bei unserem Beispiel-Laptop hieße das, dass vom ursprünglichen Anschaffungspreis in Höhe von 900 Euro der Laptop mit einem Restwert von einem Cent bis zum endgültigen Ausscheiden im Anlagevermögen des Unternehmens verbleibt.

Nachträgliche Änderungen von Abschreibungsdaten, also auch Änderungen der Nutzungsdauer eines Wirtschaftsguts, müssen immer begründet sein! Valide Gründe dafür wären beispielsweise:

  • Änderung der Nutzungsdauer aufgrund von außergewöhnlicher technischer oder wirtschaftlicher Abnutzung

Hinter diesem Grund verbirgt sich das vorzeitige Ausscheiden des Wirtschaftsgutes aus dem Betrieb aufgrund technischen Gebrechens (außergewöhnliche technische Abnutzung) oder wirtschaftlicher Abnutzung.
Die außergewöhnliche wirtschaftliche Abnutzung kann durch Neuerfindungen oder Konkurrenzprodukte begründet werden, wodurch der Wert der Anlage nicht oder nicht mehr in vollem Umfang dem dafür bezahlten Investitionsbetrag entspricht.
Ein reiner Preisverlust gilt nicht als wirtschaftliche Abnutzung.

  • Änderung der Nutzungsdauer aufgrund anderer Nutzungsvoraussetzungen

Eine Änderung der Nutzungsdauer aufgrund geänderter Nutzungsvoraussetzungen wäre zum Beispiel bei einer Anlage im Betrieb gegeben, bei der sich ursprünglicher bzw. bisheriger Einsatzzweck oder die geplante bzw. bisherige Nutzungsdauer drastisch ändert – das wäre unter anderem der Fall, wenn eine Anlage in Zukunft täglich 20 Stunden anstatt bis dahin nur 10 Std. in Verwendung sein soll, oder auch bei einem Firmen-LKW, dessen ursprünglicher Einsatzzweck sich grundlegend ändert (z.B. vom Transport auf der Straße hin zu einer reinen mobilen Werbefläche des Unternehmens ohne jeglichen Einsatz als Transportfahrzeug).

Nach den Änderungen muss die Berechnung der AfA-Teilbeträge für das aktuelle Jahr, sowie die kommenden Jahre neu durchgeführt werden, bestehende Jahre bleiben unverändert.

Beim Ausscheiden von Anlagen wird der Restbuchwert der Anlage als AfA geltend gemacht. Das kann vom "Erinnerungscent" bis zu höheren Restbuchwerten aufgrund vorzeitigen Ausscheidens grundsätzlich jeder Betrag sein.
Eine eventuelle Veräußerung des Wirtschaftsgutes ist als Einnahme zu verzeichnen - die Differenz zwischen Buchwert und Veräußerungswert wird als Veräußerungsgewinn oder -verlust bezeichnet.

Ein vorzeitiges Ausscheiden eines Wirtschaftsgutes aus dem betrieblichen Anlagevermögen kann durch folgende Umstände bedingt sein:

  • Ein durch unvorhersehbare Geschehnisse verursachter dauerhafter Ausfall des Anlagegutes

Ein beispielsweise durch einen Unfall verursachter Totalschaden einer Anlage macht ein vorzeitiges Ausscheiden dieser aus dem Betriebsvermögen oft notwendig.

Dabei zu beachten: grundsätzlich kann eine Anlage jeweils nur in den folgend angeführten zwei betrieblichen Jahren ausgeschieden werden:

  • im Jahr der letzten durchgeführten Abschreibung

  • im Jahr der nächsten (geplanten) Abschreibung

Zusätzlich kann ein Anlagevermögen natürlich auch während aufrechter betriebsgewöhnlicher ND verkauft werden:
das Ausscheiden der Anlage hat ebenfalls nach den vorhergehend angeführten Kriterien zu erfolgen und für den Erlös aus dem Verkauf der Anlage ist eine Einnahme zu verbuchen, die den Verkauf dokumentiert.

Was bringt Ihnen die AfA?

Der Sinn der AfA liegt in der Minderung Ihrer steuerlichen Bemessungsgrundlage: durch die steuerliche Abschreibung der Abnutzung von Wirtschaftsgütern in Form einer Betriebsausgabe verringert sich Ihr besteuerter Betriebsgewinn und es sinkt folglich die steuerliche Bemessungsgrundlage - Sie zahlen weniger Einkommensteuer!

Praxisbeispiel: AfA durch Abschreiben über Nutzungsdauer

Es wird ein neuer Arbeitslaptop fürs Büro mit einem Kaufpreis in Höhe von 900 Euro angeschafft.
Gemäß den Bestimmungen für die AfA stellt dieser Laptop mit seinem Anschaffungspreis von 900 Euro ein Anlagevermögen dar, das in gleichbleibenden Teilbeträgen über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden muss (lineare AfA).

Somit erfolgt im Zuge der AfA eine steuerliche Absetzung der Anschaffungskosten als Betriebsausgabe über die (angenommene) Nutzungsdauer dieses Laptops!
Bei der angenommenen Nutzungsdauer von 3 Jahren ergibt das die AfA für dieses Wirtschaftsgut in Höhe von je 300 Euro pro Jahr der Nutzungsdauer.

Liste der Nutzungsdauern

Vorschläge von möglichen Nutzungsdauern finden Sie in unserer Liste der Nutzungsdauern (AfA)

Gesetzlich festgelegte Nutzungsdauer

Normalerweise wird die Nutzungsdauer durch die betriebsgewöhnliche Nutzung definiert.
Ausnahmen gibt es bei den folgend angeführten Wirtschaftsgütern, bei diesen ist die Nutzungsdauer gesetzlich geregelt: PKWs, Betriebsgebäude und Firmenwerte.

AfA bei Pkws

Hier schreibt der Gesetzgeber die Nutzungsdauer vor!

Diese Sonderform der Absetzung für Abnutzung ist im Paragraf 8, Absatz 6 des Einkommensteuergesetzes geregelt und legt bei PKWs eine Nutzungsdauer von zumindest 8 Jahren fest.
Wiederum eine Ausnahme davon bilden Fahrschulfahrzeuge sowie Kraftfahrzeuge, die mindestens zu 80% der gewerblichen Personenbeförderung dienen.

Weiters werden die Anschaffungskosten des PKWs nur bis zu einer Angemessenheitsgrenze von maximal 40.000 Euro als betrieblich veranlasst anerkannt.

AfA bei Betriebsgebäuden

  • Betriebsgebäude mit 20 bis 80% betrieblicher Nutzung: das Gebäude wird im Ausmaß dieser betrieblichen Nutzung dem Betriebsvermögen zugerechnet

  • Betriebsgebäude mit betrieblicher Nutzung höher 80%: das Gebäude gehört zur Gänze zum Betriebsvermögen

AfA bei Firmenwerten

  • Anschaffungskosten eines Firmenwertes: bei land- und forstwirtschaftlichen sowie gewerblichen Betrieben gleichmäßig auf 15 Jahre verteilt abzusetzen

  • Im freiberuflichen Bereich: Nutzungsdauer des Praxiswertes im Einzelfall gesondert zu ermitteln - in der Regel beträgt diese mindestens fünf Jahre

Beispiel aus der Praxis: wie geht das bei einem Firmenwagen?

Herr Brandner hat 2018 einen Neuwagen mit Kaufpreis 50.000 Euro für seine Firma erstanden.
Im Jahr 2020 wird dieser PKW veräußert und geht für den Betrag von 30.000 Euro an eine andere Firma.

Die AfA-Berechnung würde wie folgt aussehen:
Vom Neupreis des Wagens können gemäß Bestimmung nur 40.000 Euro angesetzt werden, die Anschaffungskosten werden in der AfA dadurch um 20% reduziert.
Für die 2 Jahre in Erstbesitzerhand kann somit eine AfA in Höhe von jeweils 5.000 Euro abgeschrieben werden.

Im Jahr 2020 geht der Wagen für 30.000 Euro in die Hand des Zweitbesitzers über - dessen AfA-Nutzdauer reduziert sich um die tatsächliche Nutzdauer des Erstbesitzers: zur Festlegung der AfA-Basis werden 6 Jahre angesetzt.
Die neue AfA-Basis des Zweitbesitzers liegt bei einem Kaufpreis von 30.000 Euro und auf 6 Jahre reduzierter Nutzdauer bei 25.000 Euro.

Halbjahres-AfA und Inbetriebnahme des Wirtschaftsgutes

Als Beginn der AfA ist nicht der Anschaffungs- oder Herstellungszeitpunkt, sondern in der aller Regel der Zeitpunkt der Inbetriebnahme des jeweiligen Wirtschaftsgutes heranzuziehen.
Zu beachten dabei: es gibt hinsichtlich Zeitpunkt der Inbetriebnahme zwei Varianten der Abschreibung!

  • Ganzjahresabschreibung bei Inbetriebnahme des Anlagegutes im 1. Halbjahr

  • Halbjahresabschreibung bei Inbetriebnahme des Anlagegutes im 2. Halbjahr

AfA korrekt berechnen - so geht es einfach!

Mit der Buchhaltung von FreeFinance wird auch die AfA zum Kinderspiel: die korrekten AfA-Werte werden automatisch durch Eingabe der jeweiligen neuen Anlage (betrieblicher Vermögenswert) als Eingangsrechnung mit der Anlagenbuch-Anwendung verknüpft und dort eingepflegt!

Sämtliche weiterführenden Informationen und Details zur Anwendung des Anlagebuchs und der Eingabe neuer betrieblicher Vermögenswerte finden Sie direkt in unserem Hilfeportal und Steuerlexikon sowie anschaulich dargestellt in diesem Tutorial-Video, anhand dem die Anlage eines neuen Vermögenswertes mit mithilfe unseres Beispiels neuer Firmenlaptop demonstriert wird.

 

 

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Zusammenfassung

Die Absetzung für Abnutzung, kurz AfA, stellt die steuerliche Geltendmachung des abnutzungsbedingten Wertverlustes von betrieblichen Vermögenswerten dar!

Mithilfe der AfA wird der Anschaffungswert von Wirtschaftsgütern hinsichtlich des durch Gebrauch abnutzbaren Anlagevermögens (Wert des Gutes) linear über die definierte Nutzungsdauer verteilt.

Durch die Abschreibung mittels AfA reduziert sich der besteuerte Gewinn und senkt ihre steuerliche Bemessungsgrundlage - Sie müssen weniger Einkommensteuer abführen!

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Häufige Fragen zum Thema AfA:

Unter Absetzung für Abnutzung versteht man die Aufteilung der Anschaffungskosten eines Wirtschaftsguts über die Nutzungsdauer.

Bei Wirtschaftsgütern mit einem Anschaffungspreis bis maximal 800 Euro, sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgütern, wird die AfA einmalig für das Jahr der Anschaffung angesetzt.
Für Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungspreis höher 800 Euro erfolgt die lineare AfA mittels gleichbleibenden Abschreibungsbeträgen über die festgelegte Nutzungsdauer.

Um den jährlichen AfA-Betrag zu errechnen, dividiert man die Anschaffungs- oder Herstellungskosten durch die in Jahre ausgedrückte Nutzungsdauer.

Am Beispiel Laptop mit gemäß Liste festgelegter Nutzungsdauer von 3 Jahren bedeutet das bei Kaufpreis 780 Euro eine Einmalabschreibung für das Anschaffungsjahr in Höhe von 260 Euro oder eine lineare AfA bei Kaufpreis 900 Euro in Höhe von 300 Euro je Abschreibungsjahr.

Beachten Sie: es gibt gesetzlich festgelegte Sonderformen der AfA, die in diesem Artikel beschrieben sind!

Wird der betriebliche Vermögenswert NACH dem 30. Juni angeschafft, kann nur die halbe AfA angesetzt werden - man spricht dabei von der Halbjahres-AfA!

Durch die AfA als Betriebsausgabe reduziert sich das besteuerte Anlagevermögen und senkt somit die steuerliche Bemessungsgrundlage - das Abschreiben mittels AfA führt letztlich zu einer niedrigeren Einkommensteuer, die abgeführt werden muss.

Die AfA bringt Ihnen also eine Steuerersparnis!

Die AfA muss in einer Anlagekartei geführt werden. Dabei gilt, dass diese zum Zeitpunkt der Abgabe ordnungsgemäß geführt ist.
Wenn die Angaben fehlen oder die geforderten Kriterien nicht erfüllen, geht das Recht auf Inanspruchnahme der AfA verloren - das führt zu einer Erhöhung der steuerlichen Bemessungsgrundlage.

Für die Steuererklärung bedeutet das ordnungsgemäße Angeben der AfA also steuerliche Vorteile, während das Verzichten auf oder das inkorrekte Angeben der AfA zu steuerlichen Nachteilen führt!

Abschreibungen auf das Anlagevermögen (z.B. AfA, geringwertige Wirtschaftsgüter) werden unter der Kennzahl 9130 in der Beilage E1a zur Einkommenssteuererklärung eingetragen.

Unter betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer versteht man die technische und wirtschaftliche Nutzbarkeit eines Wirtschaftsgutes im Anlagevermögen, sofern dieser Vermögenswert mehrheitlich zur Erzielung von betrieblichen Gewinnen genutzt wird.

Weitere Informationen & Quellen

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