Wareneingangsbuch

Was ist das Wareneingangsbuch?

In das Wareneingangsbuch sind alle Waren, Rohstoffe, Hilfsstoffe, Halbfertigerzeugnisse und Fertigteile einzutragen, die ein Unternehmen zur Weiterveräußerung oder für den Eigenverbrauch erwirbt.

Wareneingangsbuch: Definition

Die Bundesabgabenordnung (§ 127) verpflichtet alle gewerblichen Unternehmen, ein Wareneingangsbuch zu führen. In dieses müssen alle Waren, Rohstoffe, Hilfsstoffe, Halbfertigerzeugnisse und Fertigerzeugnisse einzutragen.

Dabei ist es unerheblich, ob das Unternehmen die Teile

  • mit der Absicht diese selbst zu verwenden, oder
  • diese weiterverkauft, und auch
  • unabhängig davon, ob die Waren auf eigene oder fremde Rechnung,
  • entgeltlich oder unentgeltlich
  • und gegen Kassa oder auf Kredit

erworben wurden.

Ausnahmen

Nicht eintragungspflichtig sind jedoch Gegenstände des Anlagevermögens, völlig wertlos im Betrieb eintreffende Gegenstände, Büromaterial, Treibstoff, Heizmaterial und ähnliches.

Gewerbliche Unternehmen sind von der Führung eines Wareneingangsbuches jedoch befreit, wenn sie zur Führung von Büchern verpflichtet sind oder Bücher freiwillig führen oder verpflichtet sind, dem Wareneingangsbuch entsprechende Aufzeichnungen zu führen.

Das Wareneingangsbuch wird hauptsächlich im Rahmen der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung geführt.

Wareneingangsbuch: Mindesterfodernisse

Das Wareneingangsbuch muss für jeden Posten folgende Eintragungen enthalten:

  1. Fortlaufende Nummer der Eintragung
  2. Tag des Wareneingangs oder der Rechnungsstellung
  3. Name und Anschrift des Lieferanten
  4. Bezeichnung der Ware (wobei eine branchenübliche Sammelbezeichnung genügt)
  5. Preis des Warenpostens (ohne Umsatzsteuer)
  6. Hinweis auf die dazugehörigen Belege

In der Praxis werden häufig Wareneingangsbücher geführt, die über die im Gesetz vorgesehenen Spalten hinaus noch weitere Spalten enthalten, die der Aufgliederung des Rechnungsbetrages dienen.

Da das Wareneingansbuch hinsichtlich der Wareneinkäufe meist auch die Funktion eines Vorsteuerbuches übernimmt, ist eine Vorsteuerspalte zu führen.

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Ähnliche Fragen

Eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung darf von Unternehmen geführt werden, wenn der Umsatz unter bestimmten Umsatzgrenzen (1.000.000€ Umsatz in einem Jahr, oder 700.000€ in zwei aufeinanderfolgenden Jahren) liegt, und diese Unternehmen keine Rechtsform haben, die zur Führung der doppelten Buchhaltung verpflichtet sind (zum Beispiel eine GmbH).