Umsatzsteuer: steuerbare und nicht steuerbare Umsätze

Was ist Umsatzsteuer?

Die Umsatzsteuer ist eine typische Verkehrssteuer, durch die bestimmte Vorgänge des wirtschaftlichen Verkehrs, wie zum Beispiel der Verkauf von Waren oder Dienstleistungen, besteuert werden. Doch nicht alle Umsätze müssen besteuert werden, man unterscheidet zwischen steuerbaren und nicht steuerbaren Umsätzen.

Grundlagen | Steuern

Die Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer wird beim Verkauf von Waren und Dienstleistungen angewendet.

Steuerbare Umsätze: Definition

Steuerbare Umsätze sind:

  1. Die Lieferung und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt;
  2. der Eigenverbrauch im Inland;
  3. die Einfuhr von Gegenständen aus dem Drittlandesgebiet in das Inland.

Lieferung bedeutet die Übertragung eines Gegenstandes, wie zum Beispiel der Verkauf von Waren Erzeugnissen, Anlagegütern, etc.

Sonstige Leistungen sind zum Biespiel das Putzen eines Anzuges durch eine Putzerei, die Leistungen eines Rechtsanwaltes und die Vermietung und Verpachtung von Geschäftsräumen.

Eigenverbrauch liegt vor, wenn der Unternehmer Gegenstände aus seinem Unternehmen für private Zwecke entnimmt oder verwendet.

Eine Einfuhr liegt vor, wenn ein Gegenstand aus dem Drittlandesgebiet in das Inland gelangt; sie unteriegt der Einfuhrumsatzsteuer.

Steuerbare Umsätze sind entweder steuerpflichtig oder steuerfrei.

Steuerpflichtige und steuerfreie Umsätze

Ein steuerbarer Umsatz ist steuerpflichtig, wenn auf ihn kein im Umsatzsteuergesetz genannter Befreiungsgrund zutrifft.

Bei steuerfreien Umsätzen sieht das Umsatzsteuergesetz hingegen eine Reihe von Steuerbefreiungen vor, wie zum Beispiel Postgebühren, Umsätze aus Versicherungsverhältnissen oder Gewährung und Vermittlung von Krediten.

Nicht steuerbare Umsätze: Definition

Ist eines der im Umsatzsteuergesetz angegebenen Merkmale für steuerbare Umsätze nicht gegeben, dann ist der Umsatz nicht steuerbar.

Beispiele für nicht steuerbare Umsätze

  • Kein Unternehmer: Ein Privater verkauft seinen privaten Computer 
  • Nicht Unternehmensgegenstand: Ein Unternehmer (Lebensmitteleinzelhändler) verkauft seine Briefmarkensammlung
  • Unentgeltlich: Ein Unternehmer verschenkt Ware an eine Non-Profit-Organisation

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