Liebhaberei Vermietung

Was versteht man unter Liebhaberei bei Vermietung oder Verpachtung?

Wenn durch Vermietung oder Verpachtung laufend Verluste entstehen, kann es durchaus sein, dass die Vermietungstätigkeit durch das Finanzamt als sogenannte Liebhaberei eingestuft wird. Steuerrechtlich bedeutet das, dass die Einkommensteuer keine Beachtung findet, Einnahmen nicht der Umsatzsteuer unterliegen und Vorsteuern nicht abzugsfähig sind.

Steuerpflicht

Die aus "Liebhaberei" entstehenden Verluste dürfen nicht mit anderen Einkünften ausgeglichen werden und ein Gewinn, der sich ausnahmsweise ergibt, ist nicht steuerpflichtig. Wenn der Steuerpflichtige durch die Vermietung solche nachhaltigen Verluste erwirtschaftet, prüft die Finanzbehörde, ob überhaupt die Absicht und die Möglichkeit bestehen, mit dieser Tätigkeit einen Gesamtgewinn zu erzielen. Ist kein Gesamtgewinn zu erwarten, wird die Tätigkeit als „Liebhaberei“ eingestuft.

Liebhaberei & Einkommenssteuer

Liegt in der Vermietungstätigkeit eine durch das Finanzamt festgestellte Liebhaberei vor, werden die Verluste einkommensteuerrechtlich nicht anerkannt und können somit auch nicht mit anderen Einkünften verrechnet werden.

TIPP

Wie Sie eine Einkommenssteuererklärung in FreeFinance erstellen, sehen Sie in diesem Tutorial-Video.

Liebhaberei & Umsatzsteuer

Liegt in der Vermietungstätigkeit eine durch das Finanzamt festgestellte Liebhaberei vor, schuldet der Vermieter aus dieser Tätigkeit keine Umsatzsteuer, ist jedoch auch nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt.

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