Geringfügigkeitsgrenze 2022

Was ist die Geringfügigkeitsgrenze?

Die Geringfügigkeitsgrenze ist der Höchstbetrag, den ein Einkommen aus einer sogenannten geringfügigen Beschäftigung nicht überschreiten darf - Stichwort Steuerfreiheit. Dieser Betrag wird jährlich angepasst und unterliegt im Zuge dessen einer jährlichen Aufwertung. Im Jahr 2022 liegt die Geringfügigkeitsgrenze bei 485,85 EUR im Monat.

Geringfügigkeitsgrenze: Übersicht

Geringfügigkeit | Geringfügige Tätigkeiten | Steuerfreiheit & Abgabenfreiheit


Die Geringfügigkeitsgrenze legt den Höchstbetrag fest, der als Einkommen aus einer geringfügigen Beschäftigung erzielt werden darf. Solche geringfügigen Einkünfte haben den Vorteil der Steuer- und Abgabenfreiheit, denn:

  • Bei Einkommen bis zur Geringfügigkeitsgrenze muss keine Lohnsteuer bezahlt werden

  • Von Einkommen bis zur Geringfügigkeitsgrenze müssen keine Sozialversicherungsbeiträge bezahlt werden

Daher ist bei geringfügigen Einkünften das Bruttoentgelt deckungsgleich mit dem Nettoentgelt, der Dienstnehmer muss keine weiteren Abgaben abführen.

Geringfügigkeitsgrenze Anpassung: Aufwertungszahl

Jährliche Aufwertung | Anpassung Höchstbetrag steuer- & abgabenfreies Einkommen


Die Geringfügigkeitsgrenze und damit der Höchstbetrag für steuer- und abgabenfreies Einkommen wird jährlich angepasst. Das geschieht anhand der sogenannten Aufwertungszahl.

Diese Aufwertungszahl dient - unter anderem - zur Errechnung der Geringfügigkeitsgrenze und der täglichen Höchstbeitragsgrundlage in der Sozialversicherung. Diese Zahl wird für jedes Jahr festgelegt und im Bundesgesetzblatt offiziell bekanntgegeben.

Geringfügigkeitsgrenze 2022: Welche Grenze für steuerfreies Einkommen?

Geringfügigkeit | Höchstbetrag für Steuerfreiheit & Abgabenfreiheit 2022


Die Geringfügigkeitsgrenze für das Jahr 2022 ergibt sich aus der Aufwertung des aktuellen Höchstbetrags von 475,86 EUR im Monat anhand der Aufwertungszahl 1,021 für das Jahr 2022. Mit dieser Zahl wird die vorangegangene Geringfügigkeitsgrenze multipliziert.

  • Das ergibt für das Jahr 2022 eine neue Geringfügigkeitsgrenze in Höhe von 485,85 EUR im Monat.

Bis zu diesem Höchstbetrag müssen für Einkommen keine Lohnsteuern und auch keine Abgaben der Sozialversicherung bezahlt werden.

Zu beachten: Die Aufwertungszahl und der angepasste Höchstbetrag (im Vergleich zum Vorjahr) sind bis zur offiziellen Kundmachung im Bundesgesetzblatt immer vorbehaltlich!

Kleinunternehmer und geringfügige Einkünfte?

Einkommensgrenze Kleinunternehmer | Steuer- & abgabenfreies Einkommen bei Kleinunternehmern


Vor allem viele neuen Unternehmer, Jungunternehmer, Kleinunternehmer und Kleinstunternehmer, das sind Ein-Personen-Unternehmen (kurz EPU), haben in der Startphase ihres Unternehmens auch unselbstständige Einkünfte - oft in Form einer geringfügigen Nebentätigkeit mit entsprechendem geringfügigen Nebeneinkommen zum unternehmerischen Umsatz und Verdienst.

Auch für diese Unternehmer spielt die Geringfügigkeitsgrenze eine wichtige Rolle, weil sie damit lohnsteuerfreies Zusatzeinkommen lukrieren können.


Geringfügigkeitsgrenze für Kleinunternehmer 2022:

  • Kleinunternehmer und Kleinstunternehmer können bis zum Höchstbetrag von 485,85 EUR im Monat bzw. 5.830,20 EUR im Jahr dazuverdienen und müssen dafür keine gesonderten Lohnsteuern bezahlen.


Kleinunternehmer geringfügiges Einkommen - Versicherung:

Wenn die Geringfügigkeitsgrenze sowie die Umsatzgrenze nicht überschritten werden, kann sich der Kleinunternehmer von der Voll-Versicherung befreien lassen. Dadurch müssen nur die Beiträge zur Unfallversicherung bezahlt werden.
Wichtig dabei: Wird keine Krankenversicherung bezahlt, gibt es auch keine Selbstständigen-Vorsorge!

Außerdem Zu beachten: Die Umsatzgrenze im Zuge der Kleinunternehmerregelung in Höhe von 35.000 EUR im Geschäftsjahr gilt auch bei unselbstständigen Einkünften weiterhin, diese darf der Klein(st)unternehmer nicht überschreiten, da ansonsten ein Herausfallen aus der Kleinunternehmerregelung und damit Umsatzsteuerbefreiung zwingend vorgesehen ist.

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Quellen