Bewertung von Vorräten & Verbrauch

Wie funktioniert die Bewertung von Vorräten und Verbrauch?

Vorräte und Verbrauch können auf unterschiedliche Arten und Weisen ermittelt werden. Es gibt viele verschiedene Verfahren, wie zum Beispiel das Identitätspreisverfahren, das FiFo-Verfahren, das gleitende Durchschnittspreisverfahren und viele mehr.

Vorräte und Verbrauch: Bewertungsverfahren

Es gibt viele unterschiedliche Bewertungsverfahren für Vorräte und Verbrauch. Im Folgenden werden die wichtigsten erläutert.

Bei diesem Verfahren wird der Bewertung des Verbrauches und des Endbestandes der identische, das heißt der tatsächliche Einstandspreis zugrunde gelegt. Voraussetzung ist, dass bekannt ist, wie sich der Endbestand aus Anfangsbestand und Zukäufen zusammensetzt. Bei gleichartigen Gütern müssen daher die einzelnen Partien getrennt gelagert oder es müssen genaue Aufzeichnungen geführt werden.

Das Identitätspreisverfahren muss angewendet werden, wenn es anwendbar ist.

FiFo bedeutet "first in - first out", das heißt, die Abfassungen werden mit dem jeweils ältesten Einstandspreis bewertet. Da der Endbestand somit mit dem letzten Einstandspreis (oder den letzten Einstandspreisen, unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips) bewertet wird, für das FiFo-Verfahren bei steigenden Preisen im Verhältnis zu den anderen Bewertungsverfahren zum größten Gewinn.

Bei diesem muss die zeitliche Reihenfolge der Zugänge und Abfassungen bekannt sein. Nach jedem Zukauf wird ein Durchschnittspreis errechnet und die nächsten Abfassungen werden mit diesem Preis berechnet.

Für die Anwendung dieses Verfahren ist das Datum bzw. die Reihenfolge der Zugänge und Abfassungen ohne Bedeutung. Es wird der Durchschnittspreis aus dem Anfangsbestand und den gesamten Zukäufen ermittelt und die Abfassungen werden mit diesem Preis bewertet.

LiFo steht für "last in - first out". Die Abfassungen werden mit dem jeweils letzten Einstandspreis bewertet.

HiFo steht für "highest in - first out" und bedeutet, dass von der Annahme ausgegangen wird, dass die Ware mit dem höchsten Einstandspreis zuerst abgefasst wird.

Eine vergleichende Gegenüberstellung der einzelnen Bewertungsverfahren zeigt, dass diese zu unterschiedlichen Ergebnissen und damit zu unterschiedlichen Gewinnen führen.

Der Unternehmer kann aber nicht das für ihn günstigste Bewertungsverfahren wählen, sondern muss, sofern es möglich ist, nach dem Identitätspreisverfahren bewerten. Ist dieses Verfahren nicht anwendbar, so sind das FiFo-Verfahren bzw. das gleitende Durchschnittspreisverfahren anzuwenden.

Das gleitende Durchschnittspreisverfahren wird bei mengen- und wertmäßiger Führung der Lagerbuchführung mittels einer Datenverarbeitungsanlage angewandt. 

Die übrigen Verfahren kommen entweder überhaupt nicht, oder in Sonderfällen in Betracht.

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