Anschaffungswert

Was ist der Anschaffungswert?

Der Anschaffungswert, auch die Anschaffungskosten genannt, ist die Rechengröße, aufgrund der die Höhe von Abschreibungen berechnet wird.

Anschaffungswert: Definition

Ein Synonym für Anschaffungswert, ist Anschaffungskosten. Aufgrund dieses Wertes wird die Abschreibung von Anlagen, abhängig derer Nutzungsdauer und der Art der Abschreibung berechnet.

Der aktivierungspflichtige Anschaffungswert setzt sich zusammen aus:

  Einkaufspreis (um Rabatte vermindert, normalerweise ohne Vorsteuern)
+ sämtliche Bezugskosten (Transport, Versicherung, Provision, Zoll)
+ Steuern (Grunderwerbssteuer) und sonstige Abgaben Notariats-, Gerichts- und Registrierkosten
+ Kosten der Aufstellung und Inbetriebnahme der Anlage
+ Kosten der Überprüfung der Anlage
- Anschaffungspreisminderungen (nachträglich gewährter Rabatt, Skonto)
= Anschaffungswert bzw. Anschaffungskosten

Bei Personenkraftwagen, Kombinationskraftwagen und Krafträdern setzt sich der aktivierungspflichtige Anschaffungswert aus dem Kaufpreis (inkl. der Normverbrauchsabgabe) und der Umsatzsteuer (Vorsteuer) zusammen.

Es ist zu beachten, dass Finanzierungskosten, wie die Kosten der Kreditbeschaffung und die Zinsen des Kredits, nicht zu den Anschaffungskosten gehören; sie dürfen daher nicht aktiviert werden.

Anschaffungspreisminderungen (Nachträgliche Rabatte und Skonti sowie Zuschüsse und Subventionen) sind abzusetzen.

Herstellungswert

Werden Anlagegüter nicht angekauft, sondern im Unternehmen selbst erzeugt, wird der Herstellungswert anstatt der Anschaffungskosten in der Buchhaltung aktiviert.

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Ähnliche Fragen

Der Anschaffungswert, ist der Wert einer Anlage, auf dessen Basis die Höhe der Abschreibungen errechnet wird. Der Herstellungswert erfüllt genau denselben Zweck - der Unterschied ist jedoch, dass im Unternehmen selbst hergestellte Anlagen, den Herstellungswert verlangen, während zugekaufte Anlagen den Anschaffungswert verwenden.